Skimming: Kreditkartenbetrug im großen Stil

Skimming ist beim Datenausspähen von Kreditkarten immer stärker auf dem Vormarsch. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Abschöpfen. Täter gelangen über den Magnetstreifen von EC-Karten und Kreditkarten an persönliche Daten. In letzter Zeit häufen sich die Fälle wieder und ermöglichen Straftätern Kreditkartenbetrug im großen Stil. Die Opfer bemerken häufig erst spät, dass Geld vom Konto abgehoben wurde, oft in Ländern wie Thailand.

Wie gehen die Täter vor? 


Beim Skimming lesen die Täter Daten von den Magnetstreifen der Zahlkarten aus und übertragen sie auf Rohlinge, auch White-Plastic-Cards genannt. An verschiedenen Geldautomaten werden selbst montierte Kartenlesegeräte angebracht, die auf den ersten Blick nicht auf den Automaten-Frontplatten erkennbar sind. Das illegal installierte Lesegerät überträgt die Kartendaten, die das Auslesen des Magnetstreifens ermöglichen. Die PIN-Eingabe wird meistens mit einer kleinen Leistenkamera gefilmt.
Sind die Täter im Besitz der PIN, räumen sie im Ausland das Konto ihrer Opfer ab. In Staaten außerhalb Europas muss lediglich der Magnetstreifen gefälscht werden. In Deutschland sind Geldkarten mit EMV-Daten-Chips ausgerüstet. Da beim Skimming die Karten im Besitz der Opfer verbleiben, bemerken Kontoinhaber den Diebstahl häufig erst bei der nächsten Kontrolle der Kontoauszüge oder wenn der Bankberater auf ein überzogenes Konto hinweist.

Tipps zum Schutz vor Karten-Skimming 


Grundsätzlich gilt: Niemals die PIN gemeinsam mit der Zahlkarte aufbewahren. Wenn die PIN am Türöffner der Bank eingegeben werden soll, ist garantiert etwas faul, denn die Türen öffnen sich ohne PIN-Abfrage. Auch das Abdecken bei der Eingabe der PIN mit der Hand oder mit der Geldbörse ist hilfreich und macht es Tätern schwer, Daten per Kamera oder Handy auszuspähen. Sollte ein Geldautomat ungewöhnlich aussehen, beispielsweise Spuren von Kleber aufweisen, sollten Bankkunden ihn nicht nutzen. Besteht ein Verdacht auf Kartenmanipulation, ist die Polizei der richtige Ansprechpartner.

Die Karte lässt unter der bundeseinheitlichen Telefonnummer 116 116 sperren.