Eine Lebensversicherung ist ebenfalls eine weit verbreitete Form der privaten Altersvorsorge. Lebensversicherungen werden meist abgeschlossen, um den Hinterbliebenen im Fall der Fälle etwas zu hinterlassen: Bei einer Riester- oder Rürup-Rente profitiert im Sterbefall maximal der Ehepartner oder das Kind. Für Kinderlose oder Unverheiratete ergibt sich die Schwierigkeit, dass im Fall des Ablebens die Erbberechtigten (Brüder, Schwestern etc) zunächst für die Kosten der Beerdigung aufkommen müssten. Beliebt sind daher sogenannte Sterbefallversicherungen. Es handelt sich um kleine Lebensversicherungen mit niedrigen Monatsbeiträgen, die im Sterbefall eine Auszahlung an eine im Vertrag benannte Person oder auch Institution garantieren, um ein Begräbnis und gegebenenfalls eine Grabpflege zu finanzieren.
Lebensversicherungen werden nicht im Umfang wie Riester- oder Rürup-Rente staatlich gefördert und sind auch von den Konditionen der Versicherung in der Regel nicht so günstig, da der Versicherer das Risiko einer vorzeitigen Auszahlung zu tragen hat. Sie können allerdings nach Ablauf des Vertrags ebenfalls als monatliche Rente ausbezahlt werden. Der Versicherte hat hier auch die Möglichkeit, sich den kompletten Betrag auf ein Mal ausbezahlen zu lassen.
Vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung sollte unbedingt ein Vergleich gemacht werden, damit die einzelnen Leistungen und die Beiträge der verschiedenen Anbieter auch gesehen werden können, denn hier verbergen sich häufig große und wichtige Unterschiede. Zuerst sollte sich der zukünftige Versicherungsnehmer bewusst machen, dass eine frühzeitig abgeschlossene Risikolebensversicherung sich positiv auf die Beitragssumme auswirkt. Denn je eher die Einzahlungen beginnen, so länger die Laufzeit und so geringer die Summe, die erreicht werden muss, damit Betrag X ausgezahlt werden kann. Die Summe, die den Hinterbliebenen hinterlassen werden soll, ist die wichtige Größe, die der Versicherungsnehmer bestimmen muss, denn so werden dann auch die Beiträge ermittelt werden.
Ausschlaggebend für die Beitragshöhe sind aber nicht nur die beiden Faktoren, sondern auch weitere Bereiche, die der Versicherungsgesellschaft wichtig sind. So legen die Gesellschaften fest, in welche Risikogruppe die Person gehört. Ältere Menschen und Menschen mit bestehenden Erkrankungen, die werden bei einer Risikolebensversicherung immer wieder mit höheren Beiträgen rechnen müssen, da die Anbieter hier das Risiko Tod höher einschätzen, als bei anderen Personen. Vereinzelt kann es auch passieren, dass Personen, die ein hohes Risikopotential haben, von der Gesellschaft abgelehnt werden, da ein eintretender Versicherungsfall sehr gewiss ist.
Neben diesen Punkten ist es auch sehr wichtig, dass die Nutzer der Risikolebensversicherung Vergleiche sich die Bedingungen der einzelnen Anbieter genauer ansehen. Hierzu gehört die Laufzeit des Vertrages. denn dann, wenn der Vertrag der Risikolebensversicherung beendet ist und der Todesfall nicht eingetreten ist, dann kann es sein, dass der Anspruch verfällt, wenn man sich nicht über die Bedingungen der Gesellschaft informiert hat. Und dieses sollte vermieden werden.
Um die Hinterbliebenen mit der Risikolebensversicherung abzusichern, sind im Vorfeld einige Dinge zu berücksichtigen, damit auch ein ausreichender Schutz besteht.