Der Winter kommt bestimmt

...oder nur vielleicht? Egal! 
Zur eigenen Sicherheit und anderer Verkehrsteilnehmer natürlich auch, muss Mann wie Frau sich der Verantwortung um die Verkehrssicherheit seines Gefährts stellen. 


Was heißt eigentlich "Winterfest"?


Zu allererst betrifft das natürlich die Bereifung. Ist logisch, wir laufen ja schließlich auch nicht mit Flipflops bei Eisregen durch den Park. 


Reifen


Die richtige Bereifung, auch bei Ganzjahresreifen, erkennt man an den Symbolen auf dem Reifen: das „M&S“ oder „M+S“ - Matsch + Schnee Zeichen, neuere Winterreifen auch zusätzlich durch das Symbol einer „Schneeflocke“.
Aber Achtung, auch eine grenzwertige Reifenprofiltiefe, das Alter des Reifens und der falsche Luftdruck kann sich bei winterlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen negativ auf die Fahrsicherheit auswirken. Die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe liegt bei mindestens 1,6 Millimetern, Experten raten allerdings nicht weniger als 4 Millimeter, denn je größer die Profiltiefe, desto besser sei der Grip. Alt ist ein Reifen nach Meinung des ADAC ab acht Jahren und sollte ausgetauscht werden. Und beim Luftdruck geht schon ein Minderdruck von nur 0,5 bar zulasten der Fahrsicherheit, insbesondere in Kurven auf nassen Fahrbahnen in Bezug auf Spurtreue und Bremsweg.


Scheiben und Spiegel


Für einen guten Rundumblick sollten nun auch die Scheiben und Spiegel gründlich innen und außen geputzt werden. Dabei auch die Scheibenwischerblätter auf Funktionstüchtigkeit überprüfen, ggf. austauschen. Denn, eine klare und schlierenfreie Sicht ist gerade bei Schneematsch oder Nebel wichtig.


Flüssigkeiten


Systematisch sollten dann alle Flüssigkeiten überprüft werden:

  • Frostschutz in den Scheibenreinigertank
  • Kühlwasser prüfen, ggf. in einer Werkstatt checken lassen
  • Motoröl ggf. auffüllen, darauf achten, dass Mehrbereichsöl verwendet wird



Batterie


Und wie sieht mit der Batterie aus? Ab einem Alter von vier Jahren sollte an einen Austausch gedacht werden. Ansonsten gilt: Prüfen und aufladen. Viele Werkstätten bieten die Möglichkeit, die „Kaltstartfähigkeit“ der Batterie zu testen,


Licht


Nun sollten routinemäßig noch sämtliche Lichter kontrolliert werden. Beim nächsten Tanken kann man dann auch noch die richtige Einstellung überprüfen, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Übrigens, Ersatzlampen und Sicherungen im beigeführten Pannenset ersparen nicht nur in der dunklen Jahreszeit das Herbeirufen der Pannenhilfe. Das gilt insbesondere in ländlicher Umgebung.


Innenraum


Damit es im Inneren auch warm wird, sollten regelmäßig sämtliche Lüftungsschlitze von Laub oder Schnee befreit werden. Und damit man nicht in Eiseskälte vor zugefrorenen Autotüren bibbert, kann man die Dichtungen mit speziellen Lotionen vorher einreiben.

Ins Auto gehören außerdem Handschuhe, Eiskratzer, Handfeger, Enteiserspray für stark vereiste Scheiben, Alu-Abdeckfolie für die Frontscheibe und eine Decke für den Notfall. In die Manteltasche griffbereit ein Türschlossenteiser.


Nun kann der Winter ruhig kommen. 
Aber nicht vergessen: Auch den Schnee vom Autodach sollte man unbedingt vor Fahrbeginn herunterfegen.