Private Krankenversicherung Beiträge für 2015

Kurz vor Jahresende erhalten die Versicherten in der privaten Krankenversicherung wieder Post von ihrer Versicherung. Sehr wahrscheinlich geht es dabei um die Ankündigung einer Beitragserhöhung für 2015.
Fast alle Anbieter werden in den unterschiedlichen Tarifen die Prämien anpassen. Für den Kunden gestalten sich die Kosten dabei unterschiedlich. Betroffen davon sind sowohl die Bestandskunden, wie auch diejenigen, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen.

Bestandskunden werden die Zähne zusammenbeißen und die neuen Tarife zahlen  oder den Versuch zu unternehmen, in einen anderen Tarif der Versicherungsgesellschaft zu wechseln. Dabei ist darauf zu achten, wie stabil die Prämien der unterschiedlichen Gesellschaften sind. Neukunden finden im Vergleich genaue Zahlen, wie sich die Tarife für die jeweilige Altersgruppe gestalten und ob die Prämien stabil bleiben oder sogar günstiger werden.

Ein kurzer Einblick in die Preisentwicklung unterschiedlicher Anbieter verrät, dass beispielsweise bei der Barmenia und uniVersa einige Tarife zum Jahreswechsel angepasst, manche sogar günstiger werden. Allerdings steigen die Prämien im Schnitt um etwa einen halben Prozentpunkt. Bei der ARAG kommt es zu einer Beitragserhöhung im Krankenvollversicherungstarif. Dieser liegt im Schnitt bei 1,29 Prozent für den Neukunden. Beim Deutschen Ring gestalten sich die Prämien noch stabiler und betragen im Jahr 2015 nur 0,42 Prozent. Andere Tarife verfügen über eine Preisgarantie. Bei Allianz, Münchener Verein, Nürnberger, Hallesche, Württembergische, SDK und LKH sind auch Preisanpassungen vorgesehen, die sich in den Prämien bemerkbar machen. Hier gibt es aber auch Unterschiede, die sich auf die jeweiligen Tarife beziehen.


Beitragserhöhungen bei einzelnen Tarifbestandteilen 


Für Neukunden bleiben die meisten Krankenvollversicherungen in 2015 stabil oder weisen nur geringe Beitragserhöhungen auf. Bei einzelnen Tarifbestandteilen können sich aber erhebliche Kostenschwankungen ergeben. Beim Tarif „KGSU-U“ der Axa ergibt sich beispielsweise eine Beitragssenkung von bis zu 39 Prozent. Der Tarif „SGUR“ der Württembergischen wird bis zu 66 Prozent teurer.
Die PKV Tarife werden individuell nach den Bedürfnissen des Kunden zusammengestellt. Neukunden sollten dabei auf Tarifbestandteile zurückgreifen, die ein günstiges Preisniveau bieten. Im Vergleich der jeweiligen Assekuranzen erfährt der Neukunde schnell, welche Tarife dauerhaft günstig sind und welcher Leistungsumfang geboten wird.


Sollte die PKV nach Beitragserhöhung gewechselt werden?


Wer aufgrund der Beitragsanpassung über einen Wechsel nachdenkt, wird sich freuen. Denn der Verband der privaten Krankenversicherungen verkündete kürzlich, dass die Leitlinien für einen Wechsel vereinfacht werden.
Für den Wechsel stehen dem Versicherungsnehmer zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Der Versicherte kann innerhalb des gleichen Versicherungsunternehmens in einen günstigeren Tarif wechseln. Kunden die über einen alten Bisex-Tarif verfügen, profitieren oftmals von einem Wechsel.
Um die Kosten für die private Krankenversicherung stabil zu halten, kann der Versicherte auch zu einer anderen Versicherungsgesellschaft wechseln, da auch hier bei einer Preiserhöhung das Sonderkündigungsrecht anwendbar ist.
Zu bedenken ist aber, dass vielfach günstigere Tarife nicht das gleiche Leistungsspektrum umfassen. Der Versicherte sollte daher vor einem Tarifwechsel genau überlegen, in welchem Bereich er Abstriche hinnehmen möchte. Häufig führt auch eine höhere Selbstbeteiligung zu niedrigeren Beiträgen.
Die Tarifbedingungen bei günstigen Prämien sind oftmals so gestaltet, dass der Versicherte erst später feststellt, dass wichtige Leistungen im neuen Tarif gar nicht mit eingeschlossen sind. Beispielsweise fehlt der gewünschte Zahnersatz. Ein Risiko ergibt daraus für ältere Versicherungsnehmer, die den Tarif wechseln, um die Beiträge für die private Krankenversicherung zu senken. Denn altersbedingt werden mehr Leistungen beansprucht, die letztendlich nicht mehr zur Verfügung stehen.
Ein weiterer Aspekt für ältere Menschen, die ihren Versicherungsvertrag vor 2009 abgeschlossen haben, sind die angesparten Altersrückstellungen. Diese gehen bei einem Wechsel verloren. Daher lohnt sich ein Wechsel nicht. die Prämien fallen auch höher aus. Hingegen Kunden, die noch nicht lange bei der privaten Krankenversicherung versichert sind oder in die PKV wechseln wollen, profitieren oftmals von einem Wechsel.
Beiträge und Leistungen vergleichen
Auf www.kv360.de können sich Interessenten über die Thematik der Krankenversicherungen in Deutschland informieren und Tarife für die private Krankenversicherung vergleichen.

Beiträge und Leistungen vergleichen


Auf www.kv360.de können sich Interessenten über die Thematik der Krankenversicherungen in Deutschland informieren und Tarife für die private Krankenversicherung vergleichen.