Auf dem Weihnachtsmarkt bestohlen worden

Die Geldbörsen sind gefüllt für den Weihnachtseinkauf. Noch schnell einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Groß ist der Schreck, wenn beim Bezahlen auffällt, dass das Portemonnaies nicht mehr da ist. Die Vorweihnachtszeit ist eine ertragreiche Zeit für Taschendiebe. Jedes Jahr in der Adventszeit gehen bei der Polizei zahllose Anzeigen wegen Diebstahls von Geldbörsen und Brieftaschen ein. Für denjenigen, der Bestohlen wurde ist dieses ein großes Ärgernis und mit viel Lauferei verbunden. Karten müssen gesperrt und wichtige Dokumente neu beschafft werden. 
In manchen Fällen gibt es die Möglichkeit, bei Diebstählen von Geldbörsen und Brieftaschen, einen Teil des materiellen Schadens bei der Hausratversicherung als Versicherungsschaden geltend zu machen. Die Hausratversicherung greift aber nur, wenn es sich um einen gewaltsamen Übergriff handelt. Wenn der Täter heimlich die Geldbörse entwendet oder durch leichtes Entreißen die Unaufmerksamkeit ausgenutzt hat, gibt es von dieser Adresse keinen Schadensersatz.


Wann greift die Hausratversicherung?


Die Androhung von Gewalt oder ein Angriff auf die eigene Person sind aber schon ausreichend, damit die Hausratversicherung den Übergriff als Raubüberfall wertet und für den Schadensersatz genutzt werden kann. Wichtig ist die Anzeige bei der Polizei und der Versicherung.
Allerdings ist der Ersatz begrenzt. In der Hausrat-Versicherungssumme sind aber immerhin 10 Prozent für Schäden, die draußen entstehen, vorgesehen. Für Bargeld gibt es je nach Vertrag ein Limit, welches sich auf maximal 1.000 Euro beläuft.


Wichtig für die Dokumentation des Schadenshergangs


Der Bestohlene sollte sich nach Zeugen umschauen, die den Vorfall gesehen haben. Denn die Grenzen zwischen Diebstahl und Raub fließen ineinander. Wenn aber Beobachter durch ihre Aussage betätigen, dass es sich um einen Angriff auf die eigene Person oder Gewalt im Spiel war, gibt es eine Erstattung von der Hausratversicherung.