Deutsche Lebensversicherer konsolidieren

Die Asstel Leben, die Hamburg-Mannheimer Pensionskasse und die Optima Pensionskasse gibt es in ihrer eigenständigen Form nicht mehr.  Die Asstel Leben verschmilzt mit der Gothaer Leben, die Optima mit der R+V Pensionskasse und die Hamburg-Mannheimer Pensionskasse mit der Ergo Pensionskasse. Dieses geht aus einem Bericht im Bafin-Journal 12/2014 hervor.  Für das Kalenderjahr 2015 bleibt die laufende Verzinsung der Versicherungsgruppe die Bayerische unverändert und liegt  bei 3,6 Prozent. 


Diverse Lebensversicherern sind bereits verschwunden 


Bei den Lebensversicherungen schreitet die Branchenkonsolidierung unaufhörlich voran. In den letzten 13 Monaten sind zahlreiche Anbieter, die auf eine lange Tradition zurückblicken, vom deutschen Markt verschwunden. Die DBV Deutsche Beamtenversicherung  Lebensversicherung AG verschmilzt mit der Axa Lebensversicherung AG. Die Winsecura Pensionskasse AG wird mit der Pro bVA Pensionskasse AG und die Neckermann Lebensversicherung AG mit der Ergo Direkt Lebensversicherung AG verschmolzen. Dieses war bereits im VersicherungsJournal vom 5. November des Jahres zu lesen. Eine weitere Verschmelzung ging in der Concordia-Gruppe von statten. Zusammengefasst wurden hier ihr Lebensversicherer Concordia Leben und Oeco Capital zu Concordia Oeco Lebensversicherung AG. 

In der Ausgabe des VersicherungsJournals vom 9.10.2014 wurde geschrieben, dass die Mamax Lebensversicherung AG, im Zuge der Integration der Mannheimer Versicherungen, die in den Versicherungsverbund Die Continentale aufgenommen wurde, eine Verschmelzung mit Die Continentale Lebensversicherung AG vorgenommen wurde. Zudem kam der Kauf des deutschen und österreichischen Skandia-Lebensversicherungs-Geschäfts von der britischen Old Mutual plc. zustande. Käufer ist die Heidelberger Leben Gruppe.  


Drei weitere Verschmelzungen


Wie im aktuellen Bafin-Journal 12/2014 nachzulesen ist, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht drei weitere Verschmelzungen, der oben aufgeführten Versicherer genehmigt. 
Die deutschen Lebensversicherer blicken auf deutlich bessere Zeiten zurück, denn die aktuelle  Niedrigzinsphase erschwert den Unternehmen die Erfüllung der Garantieverpflichtungen. Vor allen Dingen, wenn es sich um Altverträge mit einer höheren Verzinsung handelt.  Doch die Verschmelzung der drei Lebensversicherungen beruht nicht auf möglichen finanziellen Problemen, sondern erfolgt im Hinblick auf die Kapitalanforderungen, die durch die Solvency-II-Richtlinnen entsteht. 


Zinsniveau für die Sparanteile der Kundengelder für 2015


Die Bayerische Versicherungsgruppe konzentriert sich seit Anfang 2010 auf die Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG. Vom dritten Marktteilnehmer wurde bekanntgegeben, in welchem Rahmen sich die Verzinsung der Sparanteile der Kundengelder im kommenden Jahr darstellen wird. Die laufende Verzinsung bleibt konstant bei 3,6 Prozent. Werden die Schlussgewinnanteile und die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven mit berücksichtigt, bleibt die Verzinsung genau wie im Vorjahr bei 4,05 Prozent. Trotz der Niedrigzinsen wurde durch die Bayerische ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt. Die Überschussbeteiligung liegt auf einem hohen Niveau. 
Auch bei der Ideal Lebensversicherung a.G.  wird keine Absenkung vorgenommen. Die Verzinsung für 2015 bleibt unverändert bei einem Prozentsatz von 4,0. Eine Reduzierung um 0,3 Prozentpunkte wird es bei der Alte Leipziger Lebensversicherung geben. Das Zinsniveau liegt somit bei 3,05 Prozent. 
Weitere Gesellschaften werden in den nächsten Tagen ihre Deklarationen öffentlich bekanntgeben. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Marktführer Allianz Lebensversicherungs-AG gelegt. Tendenziell äußern sich die Versicherer, die das Zinsniveau absenken, immer später.