Schadensersatz nach einem Sturz auf ungeräumtem Gehweg

Gerade im Winter, wenn Eis und Schnee auf dem Gehweg liegt, ist niemand vor einem Sturz gefeit. Trotz besonderer Vorsicht gerät man ins Rutschen. Bei einem glimpflich verlaufenden Sturz passiert außer dem Schreck, der in die Glieder fährt, nichts weiter. Viel schlimmer können aber solche Stürze enden, wenn sich ernsthaft verletzt oder es sogar zu einem Bein- oder Armbruch kommt. Diese Verletzungen sorgen dafür, dass wochenlang nicht gearbeitet werden kann. Schnell stellt sich bei dem Verletzten die Frage, wer für den Verdienstausfall und die erlittenen Schmerzen aufkommt. 


Was tun, wenn man gestürzt ist


Wenn man auf einem ungeräumten Gehweg gestürzt ist, sollte im ersten Schritt geklärt werden, wem die Räumung des Bereiches obliegt. Im Regelfall sind die Hauseigentümer oder Vermieter dazu verpflichtet, die Gehwege im Bereich des Gebäudes zu räumen und von Eis zu befreien. 

Ein Blick in die Satzungen der jeweiligen Kommunen und Gemeinden gibt Aufschluss, in welchen Zeiten eine Räum- und Streupflicht besteht. (In der Regel zwischen 7:00 und 20:00 Uhr.)

Wenn es dauerhaft schneit gilt diese Regelung nicht. Denn es kann keinem Hauseigentümer oder Vermieter zugemutet werden, dauerhaft Schnee zu räumen.

Um den Sturz zu dokumentieren sind Fotos der Unfallstelle und die Personalien von Passanten sehr hilfreich. 

Wird die Räumpflicht des Eigentümers auf den Mieter übertragen, muss dieser im Schadensfall haften. Den Schaden reguliert die private Haftpflichtversicherung des Mieters. Gezahlt werden Behandlungskosten, Schmerzensgeld und Verdienstausfall.  

Ist der Winterdienst im Mietvertrag nicht auf den Mieter übertragen worden, reguliert die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht den entstandenen Schaden. Differenziert wird auch, wenn der Unfall auf dem Weg zur Arbeit passiert. Die entstandenen Kosten übernimmt dann die gesetzliche Unfallversicherung. 


Detaillierte Informationen zum Unfallhergang


Wer als Fußgänger auf dem Gehweg ausrutscht und sich verletzt, kann Schadensersatzansprüche gelten machen. Um eine schnelle Abwicklung zu erreichen, sollte die Unfallstelle fotografiert werden. Passanten, die den Unfall gesehen haben, können als Zeugen benannt werden, um die eigene Schilderung zu untermauern, wenn es zu einem Verfahren kommt. Bei Schadensersatzansprüchen lohnt sich auch ein Blick in die Satzungen der Kommunen, bevor Klage eingereicht wird.