Zusatzbeiträge der ersten Krankenkassen veröffentlicht

Zwei größere Krankenkassen haben für 2015 ihre Zusatzbeiträge öffentlich gemacht. Aus den Zahlen lässt sich schnell ablesen, dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, die zu zahlen sind, erst einmal auf dem jetzigen Niveau bleiben. Dieses begründet sich auf dem neuen Wettbewerb, der erstmals 2015 greift. Grund dafür ist, dass die Versicherten durch eine Beitragserhöhung die Versicherten nicht vergraulen möchten.  Die Kassen haben daher die Möglichkeit, auf ihre angesparten Rücklagen zuzugreifen. Damit umgehen sie auch das Sonderkündigungsrecht der Versicherten, wenn diese von ihrem Sonderkündigungsrecht bei einer Beitragserhöhung gebraucht machen wollen. Dieses greift nämlich dann, wenn die GKV ihre Beiträge erhöht oder zum ersten Mal Zusatzbeiträge erhebt.   

Erste Krankenkassen haben Zusatzbeiträge festgesetzt


Für das kommende Jahr haben die Techniker Krankenkasse (TK) und die DAK-Gesundheit am 12.12.2014 ihren Zusatzbeitrag, der auf die Versicherten zukommen wird, bekanntgegeben. 
Festgelegt wurde bei der TK der Zusatzbeitrag auf 0,8 Prozent. Dieser Wert ist 0,1 Prozent weniger als der Durchschnittswert, der ermittelt wurde. Somit liegen die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung bei der TK bei 14,6 Prozent, die zu zahlen sind. In 2014 waren es noch 15,5 Prozent. Die TK verfügt über 6,7 Millionen zahlende Mitglieder. Insgesamt sind es 9,2 Millionen Versicherte. 
Der Beitragssatz der DAK-Gesundheit bleibt auf den Niveau von 15,5 Prozent und hält damit an dem ermittelten Durchschnittswert, der bei 0,9 Prozent liegt, fest. Zudem genehmigte der Verwaltungsrat der DAK den Zusammenschluss mit der Shell BKK/Life Betriebskrankenkasse.   


Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen


Problemlos kündigen kann der Beitragszahler seine Krankenkasse, wenn er mit dem Preis und den gebotenen Leistungen der GKV unzufrieden ist. Die Krankenkasse ist sogar dazu verpflichtet, den Versicherten über günstigere Versicherungsofferten zu informieren. 

Der allgemeine Beitragssatz wird zum Jahresbeginn 2015 auf 14,6 Prozent gesenkt. Bisher waren es 15,5 Prozent, die sowohl durch den Arbeitgeber, wie auch durch den  Arbeitnehmer bezahlt werden mussten. Zusätzlich zahlten die Mitglieder der GKV einen Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent. Dieser fällt mit der Neuregelung weg. 

Die insgesamt 131 Krankenkassen  können dafür ab 1. Januar 2015 einen Zusatzbeitrag festlegen und den Versicherungsnehmer damit belasten. Die Krankenkassen legen diesen Beitrag selbst fest. Für die Folgejahre ist aber davon auszugehen, dass die GKV-Beiträge nicht stabil bleiben, sondern deutlich steigen werden. 

Ein Vergleich der Krankenkassen ist hier oder auf www.krankenkasse-wechseln.net kostenlos möglich.