Partnerschaftsvertrag - Ohne Trauschein alles geregelt

Heutzutage verzichten viele Paare aus unterschiedlichen Gründen darauf, vor den Traualtar zu treten. So lange alles gut läuft, mag das kein Problem sein. Doch wenn es zur Trennung kommt oder einer der Partner erkrankt oder verstirbt, gibt es kaum rechtliche Regelungen für Unverheiratete. Auch wenn es unromantisch klingen mag, sollten sich die Partner Gedanken darüber machen, was im Falle einer Trennung geregelt werden muss:

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Hat einer der Partner zugunsten der Familie weniger oder gar nicht gearbeitet?
 In diesem Fall sollte ein Versorgungsausgleich vereinbart werden. Hat das Paar Kinder, werden die Regelungen zu Sorgerecht und Unterhaltszahlungen im Trennungsfall festgehalten – zusätzlich sollte ein Vormund bestimmt werden, wenn ein Elternteil verstirbt.

Mitspracherecht bei der medizinischen Behandlung
Doch auch wenn die Beziehung bestehen bleibt, kann es zu Situationen kommen, in denen ein Partnerschaftsvertrag eine große Hilfe ist. Verunglückt oder erkrankt einer der Partner schwer, benötigt der andere eine Vollmacht, mit der er im Notfall Mitspracherecht bei der medizinischen Behandlung bekommt.

Wirksamkeit
Partnerschaftsverträge sind im Prinzip bereits gültig, wenn sie von beiden Parteien unterschrieben wurden. Werden darin allerdings Erb- oder Immobilienangelegenheiten oder auch Fragen rund um das Sorgerecht geregelt, sollten sie zusätzlich beglaubigt werden.

Weitere Verträge 
Im Mietvertrag sollten immer beide als Mieter eingetragen sein. So wird verhindert, dass einer von beiden plötzlich auf der Straße sitzt. Auch im Testament muss der unverheiratete Partner unbedingt erwähnt werden – ansonsten steht ihm kein Anteil am erbe zu.

Tipp:
Ein Erbvertrag als Alternative zum Testament kann nur von beiden Partnern gemeinsam widerrufen werden.