Online bezahlen – aber sicher!

Online-Shopping ist so beliebt wie nie zuvor. Allein im letzten Jahr erwarben rund 45 Millionen Shoppingfans Produkte aus allen erdenklichen Branchen im Internet. Darüber freuen sich nicht nur die Händler, sondern auch die Payment-Dienste.

Ob PayPal oder Click&Buy – moderne Bezahlsysteme erleichtern den Einkauf und sorgen für eine schnelle Abwicklung. Doch die E-Payment-Dienste bieten ganz unterschiedliche Services und haben sowohl Vorteile als auch Nachteile.  Die bekanntesten Bezahldienste im Check.


PayPal: vielfältige Bezahloptionen und Käuferschutz 


Rund 20.000 deutsche Online-Händler stellen mittlerweile den Bezahldienst PayPal bereit. Nutzer können bei dem Payment-Anbieter ein Konto ohne Vergabe einer Kontonummer anlegen. Die E-Mail-Adresse dient als Verifizierung. Jeder kann sein PayPal-Konto via Kreditkarte und per Lastschrift ausgleichen sowie Guthaben einzahlen, das beim Onlineshoppen im In- und Ausland als Zahlungsmittel eingesetzt werden kann. 
PayPal ermöglicht die Nutzung vielfältiger Bezahloptionen, ist einfach bedienbar und bietet seinen Kunden die Möglichkeit, den Käuferschutz in Anspruch zu nehmen. Der Zahlvorgang ist schnell abgewickelt, der Geldempfänger erhält keine Einsicht in Kreditkarten- oder Bankdaten. Der Verkäufer profitiert von sofortiger Geldüberweisung, wodurch Waren zügiger versendet werden. 
Ein Nachteil von PayPal ist jedoch die Gefahr von Phishing. Immer mehr Kunden erhalten vermeintliche E-Mails von PayPal. Dahinter stecken jedoch Datendiebe, die sich Zugriff auf das Konto verschaffen wollen. PayPal-Kunden sollten deshalb E-Mail-Absender immer genau prüfen und keinesfalls auf Links klicken. Außerdem können sich PayPal-Kunden zum Schutz gegen eine geringe Gebühr ein E-Token erstellen lassen. Dieses Tool generiert eine zufällige Ziffer, die zusätzlich beim Einlogg-Vorgang eingegeben wird. 


Giropay: Kostenloses E-Payment-Verfahren im Bereich Online-Banking


Das Giropay-Logo weist auf ein kostenloses E-Payment-Verfahren im Bereich Online-Banking hin. Mittels Giropay können Bankkunden bargeldlos im Internet bezahlen. Nach Eingabe der Bankleitzahl erfolgt die automatische Weiterleitung zum jeweiligen Banking-Portal. Alle Überweisungsdaten sind bereits in einem Online-Formular vorausgefüllt. Der Nutzer muss lediglich eine TAN eingeben, bevor der Transfer startet. 
Der Giropay Bezahldienst ist zeitsparend, unkompliziert und sicher. Der Verkäufer erhält keine Bankdaten, die Abwicklung erfolgt lediglich zwischen Bank und Käufer. Voraussetzung für die Nutzung von Giropay ist ein herkömmliches Girokonto. Der Bezahl-Service ist gebührenfrei und erfordert keine zusätzliche Registrierung. Der Zahlungsempfänger wird nach dem Bezahlvorgang umgehend benachrichtigt. 
Nachteilig ist, dass bei Giropay keine automatische Kontrolle hinsichtlich der Echtheit der Website erfolgt. Datenmissbrauch ist denkbar, falls sich ein Virus oder eine andere Schadsoftware auf dem Rechner befindet. Zu den Nachteilen gehört des Weiteren, dass eine Rückforderung von überwiesenen Beträgen nicht möglich ist. Wenig attraktiv ist das Bezahlsystem für Nutzer, deren Geldinstitut nicht dem Giropay-Verfahren angeschlossen ist. Denn dann ist die Verwendung gar nicht möglich.


Click&Buy: Führender Anbieter für elektronisches Geld 


Click&Buy ist eine Telekom-Tochter. Die hier offerierte Zahlungsmethode wird bereits von rund 16.000 Onlineshops angeboten. Das Unternehmen ist der führende Anbieter für den elektronischen Geldtransfer. Wie bei PayPal kann der Nutzer entscheiden, in welcher Form der Kontoausgleich erfolgt. Geeignet ist die Klick-und-Kauf-Methode besonders für die Bezahlung kleinerer Geldbeträge, wie beispielsweise bei Downloads oder beim Lesen kostenpflichtiger Web-Texte. Zu den größten Vorteilen gehört jedoch die Möglichkeit, weltweit in Onlineshops einkaufen zu können. Der Bezahlvorgang ist schnell und einfach durchführbar, der Verkäufer erhält keine persönlichen Daten des Kunden. Click&Buy sorgt zudem für die stetige Aktualisierung seiner Sicherheitsmaßnahmen.
Dennoch könnten die Sicherheitsstandards noch weiter verbessert werden. So würde zum Beispiel das Angebot eines E-Token oder eine zusätzliche TAN für jede Transaktion die Sicherheit deutlich erhöhen. Auch Phishing-Attacken kommen bei Click&Buy vor. Darüber hinaus hatte der E-Payment-Anbieter in der Vergangenheit mit Sicherheitslücken in seinem Cross-Site-Scripting zu kämpfen. Unberechtigte konnten sich Zugriff auf sensible Kundendaten verschaffen. Click&Buy hat die Sicherheitslücken jedoch umgehend geschlossen.



paysafecard - das Prepaid-Zahlsystem der  Paysafe Group Plc


Die paysafecard ist ein Prepaidzahlsystem, welches seit dem Sommer 2015 zur international operierenden Paysafe Group Plc. gehört. Das Zahlungsmittel der paysafecard sind sogenannte PINs, die in 41 Ländern und über 500.000 Verkaufsstellen weltweit erworben werden können. PINS gibt es in verschiedenen Stückelungen ab 10 bis 100 Euro. Der wohl größte Vorteil dieses Zahlungssystems ist, dass  weder eine Kreditkarte, noch ein Bankkonto vonnöten ist, um Zahlungen zu tätigen.
Die Wertkarten werden in rund 4.500 Onlineshops als Zahlungsmittel akzeptiert.
Persönliche Nutzerdaten sind für einen Zahlungsvorgang nicht vonnöten, es muss lediglich der 16-stellige paysafecard PIN eingegeben werden. Bei einem Verlust kann höchstens der auf der paysafecard verfügbare Betrag verloren gehen.  Genutzt wird dieses Zahlungsmittel gern für Onlinespiele und Services der Bereiche Musik, Film sowie Entertainment.



Grundsätzlich gilt: Immer auf SSL-Verschlüsselung achten 


Gleich, welchen Bezahldienst Sie nutzen - grundsätzlich sollten Sie auf SSL-Verschlüsselung achten. SSL steht für Secure Sockets Layer. Diese Verschlüsselungsmethode garantiert, dass Ihre persönlichen Daten durch Senden eines Verschlüsselungsprotokolls sicher übertragen werden. Wenn Sie im Internet shoppen und per E-Payment-Dienst bezahlen wollen, werfen Sie einen Blick auf die Adressleiste Ihres Browsers. Vor der eigentlichen Web-Adresse muss „https“ statt dem gängigen „http“ stehen. Ein weiteres Merkmal für eine geschützte Internetverbindung ist das Vorhängeschloss-Symbol, das normalerweise gleich am Anfang der Browserleiste steht. Letztlich sollten Sie beim Shoppingspaß im Internet auf verschiedene Gütesiegel wie Trusted Shop oder geprüfte Shops mit TÜV oder EHI Kennzeichnung achten.