Teilkasko - Versicherungsschutz für Kunststoff-Scheiben

Über die Teilkaskoversicherung sichern viele Millionen Autofahrer ihr Fahrzeug hierzulande gegen verschiedene Schäden ab. Neben Diebstahl, Brand, Sturm und einigen anderen Schadensursachen kommt die Versicherung normalerweise auch für sogenannte Glasbruchschäden auf. Diese entstehen vor allem durch Steinschlag oder einen Unfall, sodass die Front-, Heck- oder eine der Seitenscheiben bricht. 

Wie aber verhält es sich bei Scheiben aus Kunststoff?


Interessant ist jetzt ein aktuelles Urteil des Amtsgerichtes München (Az 271 C 4878/14), wonach die Teilkaskoversicherung nicht nur Schäden übernehmen muss, die an einer Autoscheibe aus Glas entstehen, sondern Scheiben aus Kunststoff sind ebenfalls eingeschlossen. Zwar heißt es in den Bedingungen zur Teilkaskoversicherung meistens, dass ein Schaden aufgrund von Glasbruch reguliert wird, jedoch ist dies nach Ansicht der Richter auch auf andere Materialien, wie zum Beispiel Kunststoff, zu übertragen.

Scheiben aus Kunststoff fallen nach Ansicht des Amtsgerichtes München auch unter den Oberbegriff der Verglasung, sodass die Teilkaskoversicherung im verhandelten Fall im Grunde als Verlierer vom Platz ging.

Konkret war dem Fahrer eines Cabrios die Heckscheibe gesprungen, die aus Kunststoff statt Glas bestand. Nur dann, wenn in den Versicherungsbedingungen ausdrücklich andere Materialien als Glas ausgeschlossen werden, könne die Regulierung verweigert werden. Letztendlich hatte der Kläger allerdings doch „Pech“, denn da die Heckscheibe bereits 14 Jahre alt war, werteten die Richter dies als Verschleiß, sodass es sich in der Summe nicht um einen Kaskoschaden handelte.

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