Aktien als Altersvorsorge – ein Stiefkind in Deutschland

Der Deutsche Aktienindex (DAX) schnellt momentan von einem Rekordstand zum anderen. Auch aufgrund dieser Entwicklung könnte man zunächst meinen, dass sich immer mehr Anleger in Deutschland für Aktien interessieren. Tatsächlich zeigen Statistiken und Untersuchungen jedoch, dass es nach wie vor insbesondere die großen Investoren (beispielsweise Fonds) sind, die vermehrt am Aktienmarkt investieren. Bei Privatanlegern ist es hingegen nach wie vor so, dass Aktien relativ stiefmütterlich behandelt werden.

In nicht wenigen anderen Ländern stellt die Situation so dar, dass der Anteil in der Bevölkerung von Aktionären deutlich größer als hierzulande ist. In den Vereinigten Staaten ist es beispielsweise mehr als jeder zweite Einwohner, der Aktien hält. Deutlich höhere Werte als in Deutschland werden auch in Großbritannien und in Japan erzielt. Jeweils mehr als 25 Prozent der Bürger sind es in den Ländern, die direkt oder indirekt in Aktien investieren. Ganz besonders stiefmütterlich wird hierzulande das Aktien-Investment behandelt, wenn es der privaten Altersvorsorge dienen soll.


Keine staatliche Förderung der Aktienanlage


Dass relativ wenig Bundesbürger Aktien auch zur privaten Altersvorsorge nutzen, hängt sicherlich unter anderem damit zusammen, dass es in diesem Segment keine staatliche Förderung gibt. Während beispielsweise Banksparpläne, private Rentenversicherungen oder auch Bausparverträge durch die Riester-Rente förderfähig sind, trifft dies für ein direktes Investment in Aktien nicht zu. Lediglich über Riester-Fonds, bei denen es sich auch um Aktienfonds handeln kann, haben Sparer und Anleger die Möglichkeit, staatlich gefördert und auf indirekte Weise in Aktien zu investieren. Es ist aus objektiver Sicht betrachtet allerdings nicht zu verstehen, dass hierzulande Aktien so selten zur privaten Altersvorsorge genutzt werden. Es gibt nämlich kaum ein anderes Produkt am Finanzmarkt, welches auf langfristige Sicht betrachtet eine durchschnittliche so gute Rendite wie Aktien erzielen kann.



Wertpapierkonto- Vergleich der Konditionen 


Der Kauf und die Verwaltung der Wertpapiere erfolgen mittels Wertpapierdepot, auch Depotkonto genannt. Wer eine Beratung benötigt, sollte sich an die Bank oder Sparkasse seines Vertrauens wenden und dort ein Depotkonto eröffnen. Personen, die sich mit dem Aktienhandel auskennen, eröffnen ihr Depotkonto bei einer Direktbank.