Gesetzliche Rentenversicherung für Selbstständige

Alle Arbeitnehmer in Deutschland sind aufgrund ihrer Tätigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) pflichtversichert. Dies trifft allerdings nicht auf die meisten Freiberufler und Selbständigen zu, denn diese müssen nicht zwingend einen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Es besteht allerdings die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung, die aktuellen Untersuchungen zufolge immer mehr Selbstständige und Freiberufler nutzen. 

Bei Arbeitnehmern ist es so, dass die Höhe des Beitrages zur gesetzlichen Rentenversicherung ausschließlich auf prozentualer Basis vom Einkommen abhängt. Wer sich allerdings freiwillig versichern möchte, der kann den zu zahlenden Beitrag innerhalb einer gewissen Spanne selbst wählen. Derzeit beträgt der Mindestbeitrag etwas mehr als 85 Euro im Monat und maximal können rund 1.120 Euro monatlich an Beiträgen gezahlt werden. Diese Flexibilität gibt es bei allen Selbständigen und Freiberuflern, die sich freiwillig für die gesetzliche Rente entscheiden.


Künstlersozialkasse für immer mehr Freiberufler ein attraktives Modell


Während Selbständige sich immer häufiger dafür entscheiden, freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen, gibt es für manche Freiberufler eine weitere Alternative. Wer als Freiberufler in einem speziellen Beruf tätig ist, wie zum Beispiel als Künstler oder Publizist, der hat unter Umständen die Möglichkeit, sich über die Künstlersozialkasse zu versichern. Es handelt sich dabei im Prinzip um eine Art virtuellen Arbeitgeber, der für die jeweiligen Mitglieder sowohl die Hälfte des Krankenversicherungs- als auch des Rentenversicherungs-Beitrages übernimmt. Somit ist der jeweilige Freiberufler im Bereich der Sozialbeiträge im Prinzip einem Arbeitnehmer gleichgestellt. Lohnenswert ist die Künstlersozialkasse auf jeden Fall unter der Voraussetzung, dass die gesetzliche Rentenversicherung den Hauptteil der späteren Altersvorsorge darstellen soll. Wer sich natürlich lieber für eine private Vorsorge entscheidet, für den ist das Modell der Künstlersozialkasse nicht unbedingt geeignet.