Die Risiken bei einem Fremdwährungskredit

Auf der einen Seite sind die Bauzinsen hierzulande so niedrig wie kaum zuvor. Dennoch ist es auf der anderen Seite so, dass einige Verbraucher nach noch günstigeren Finanzierungsmöglichkeiten suchen, um beispielsweise den Kauf einer Immobilie zu finanzieren. Mitunter kommt in dem Zusammenhang auch die Frage auf, ob die Aufnahme eines Fremdwährungskredits sinnvoll sein kann.


Der Fremdwährungskredit


Bei einem Fremdwährungskredit handelt es sich um einen Kredit, der in erster Linie zur Finanzierung eines Immobilienerwerbs oder eines Hausbaus genutzt wird. Kennzeichnend ist, dass es sich um ein einfältiges Darlehen handelt, welches in einer fremden Währung aufgenommen und später auch zurückgezahlt wird. Ein Grund für die Aufnahme eines Fremdwährungskredites kann sein, dass das Zinsniveau im Ausland günstiger als hierzulande ist. Dieser Aspekt ist aktuell allerdings zu vernachlässigen. Denn es wird im Ausland kaum günstigere Zinsen geben, als sie derzeit von deutschen Kreditinstituten veranschlagt werden. Dennoch kann sich das Fremdwährungsdarlehen lohnen, denn es sind vor allem mögliche Währungsgewinne, die Kreditnehmer im Auge haben. Allerdings besteht auf der anderen Seite das nicht unerhebliche Risiko, dass Währungsverluste entstehen können.


Fremdwährungsdarlehen nur für risikobereite Kreditnehmer geeignet


Der Mechanismus beim Fremdwährungsdarlehen ist relativ einfach. Ist der Kurs der jeweiligen Fremdwährung am Fälligkeitstag des Darlehens niedriger als bei Aufnahme des Kredites, so hat der Kreditnehmer Währungsgewinne erzielt. Er muss in diesem Fall nämlich weniger Euro als bei der Aufnahme des Darlehens in die Fremdwährung eintauschen, um den Kredit tilgen zu können. Andererseits würden unter der Voraussetzung Währungsverluste entstehen, dass der Euro im Vergleich zur Fremdwährung während der Kreditlaufzeit an Wert verloren hat. Diese Situation zeigt sich derzeit bei vielen Fremdwährungsdarlehen, die in US-Dollar aufgenommen wurden. Aufgrund der Euro-Schwäche gegenüber dem Dollar müssen jetzt nämlich viele Kreditnehmer, deren US-Währungsdarlehen fällig wird, mehr Euro aufwenden, um die benötigte Kreditsumme in US-Dollar zu erhalten. Der Fremdwährungskredit muss nämlich in der fremden Währung getilgt werden. 

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