Zulagenrendite der Riester-Vorsorge nicht unterschätzen

Insbesondere in der jungen Vergangenheit wurde die Riester-Rente von vielen Seiten aus zum Teil heftig kritisiert. Vor allen Dingen die sogenannten Riesterfonds wurden von nicht wenigen Experten als keine gute Lösung im Bereich der Altersvorsorge bezeichnet. Ein wesentlicher Grund seien vor allen Dingen die hohen Gebühren, die Kunden in Kauf nehmen müssen. Grundsätzlich ist es allerdings so, dass die Rendite bei der Riester-Rente zum Teil erheblich besser als ihr Ruf ist.

Aktuelle Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Verbraucher, die einen Riester-Vertrag nutzen, eine deutlich bessere Rendite erzielen, als mitunter in den Medien genannt wird. Der wesentliche Grund besteht darin, dass häufig bei Berechnungen vergessen wird, auch die Zulagen mit einzubeziehen. So wird beispielsweise beim Banksparplan eine Rendite von lediglich zwei oder drei Prozent genannt. Auf die zu erhaltenden Zulagen wird allerdings oft nicht eingegangen. Diese Vorgehensweise ist definitiv nicht korrekt, denn da Riester-Sparer vom Staat jedes Jahr Geld geschenkt bekommen, müssen die Zulagen selbstverständlich in die Renditeberechnung einfließen.

Zulagenrendite kann im höheren zweistelligen Bereich liegen

Insbesondere dann, wenn der Sparer sich für einen relativ geringen Sparbeitrag entschieden hat, kann die Zulagenrendite im deutlich zweistelligen Prozentbereich liegen. Wer sich zum Beispiel für einen Banksparplan in Verbindung mit der Riester-Förderung entscheidet, der einen monatlichen Sparbeitrag von 100 Euro beinhaltet, der erhält als Einzelperson maximal 154 Euro Grundzulage im Jahr. Besonders interessant wird es dann, wenn Kinder vorhanden sind. Eine vierköpfige Familie würde derzeit im besten Fall jährliche Zulagen von insgesamt 908 Euro erhalten (zweimal Grundzulage von 154 Euro plus zweimal Kinderzulage von je 300 Euro). Werden dann in den Vertrag monatlich 100 Euro eingezahlt, so würde dies eine Zulagenrendite von über 70 Prozent bedeuten. Der Sparer erhält nämlich lediglich rund 300 Euro weniger vom Staat geschenkt, als er jährlich durch eigene Sparleistungen eingezahlt hat. Auf Basis dieser Berechnung ist es eindeutig so, dass die Renditen bei Riester-Verträgen zum Teil erheblich höher sind, als es oftmals dargestellt wird.



Weitere Informationen zur Riester-Rente: www.vv360.de/altersvorsorge/riesterrente.html