Hundebesuch oft nur auf eigene Verantwortung

In Deutschland gibt es zahlreiche Bürger, die sich für einen Hund entschieden haben. Mehrere Millionen Vierbeiner sind vielen Menschen hierzulande ein treuer Gefährte. 
Auf der anderen Seite kommt es durchaus nicht selten zu Gefahrensituationen und Schäden, welche direkt oder indirekt durch die Vierbeiner verursacht werden. Ein solcher Fall wurde vor kurzer Zeit auch vor dem Oberlandesgericht Celle verhandelt.


Der Rechtsstreit


Der Rechtsstreit, der vom Gericht verhandelt wurde, drehte sich in Kern darum, ob Schadensersatzansprüche gegen eine Hundehalterin bestehen. Konkret hatte eine Frau eine Freundin mitsamt Hund in ihre eigene Wohnung eingeladen. Dabei stürzte die Wohnungsinhaberin über den Hund der Freundin und brach sich in diesem Zusammenhang eine Hand. In der Folge wollte die Betroffene von ihrer Freundin aufgrund des erlittenen Gesundheitsschadens Schadenersatz haben. Die Richter am Oberlandesgericht Celle mussten nun beurteilen, ob ein solcher berechtigter Anspruch bestünde oder nicht.


Gerichtsurteil fällt gegen die Klägerin aus


In seinem Urteil (Az 20 U 4/14) kann das Oberlandesgericht vertrat das Oberlandesgericht Celle die Auffassung, dass die an der Hand verletzte Frau keine Schadensersatzansprüche gegenüber der Hundehalterin habe. Die Urteilsbegründung sah im Kern so aus, dass die Besitzerin des Vierbeiners nicht alleine aufgrund der immer bestehenden sogenannten „Tiergefahr“ haften würde. Es sei demnach nicht grundsätzlich so, dass jeder Tierhalter automatisch schadenersatzpflichtig wird, nur weil sein Hund an einem Schaden beteiligt ist. Stattdessen warfen die Richter der Klägerin vor, dass sie schlichtweg hätte besser aufpassen müssen. Dann wäre es vermutlich nicht zum Sturz gekommen.


Auswirkungungen auch auf die Tierhalterhaftpflicht-Versicherung

Das Urteil des Oberlandesgerichtes ist sicherlich auch für Inhaber einer Tierhalterhaftpflicht-Versicherung interessant. Da nämlich im verhandelten Fall kein Schadensersatzanspruch gegenüber der Hundehalterin besteht, müsste eine derartige Versicherung natürlich auch nicht einspringen. Dies wäre nur der Fall, falls die Klägerin recht bekommen hätte und die Hundebesitzerin verantwortlich für den Gesundheitsschaden und somit schadenersatzpflichtig wäre.

Dennoch gibt es viele Situationen, in denen eine Hundehalterhaftpflicht-Versicherung sehr sinnvoll sein kann. Gleich hier, oder auf  https://www.vv360.de/ können Sie die Prämien vergleichen.