Sicher Auto fahren im Alter

Neulich fragte mich mein 75-jähriger Schwiegervater, wie lange er noch Auto fahren könne, ohne andere zu gefährden. Er begründete die Frage mit mangelnder Aufmerksamkeit und längeren Reaktionszeiten in bestimmten Situationen. Ihm kommen die Situationen manchmal zu schnell und er fühlt sich unsicher.


Sicher Auto fahren im Alter


Für das langsam nachlassende Sehvermögen lässt man sich eine Brille verordnen. Wer nicht mehr alles hören kann, besorgt sich ein Hörgerät. Diese beiden Alterserscheinungen sind also selten ein Grund, um das Auto nicht mehr zu nutzen. Schwieriger wird es, wenn die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit nachlässt. Hier gibt es keine Hilfsmittel und man muss sich auf sein Gefühl verlassen. Meinem Schwiegervater konnte ich ihm nur raten, das Autofahren aufzugeben. Wer schon mit einem unguten Gefühl am Straßenverkehr teilnimmt, sollte dem Bauchgefühl nachgeben.


Vorsorgeempfehlung


Meine Antwort traf auf meinem Schwiegervater zu, jedoch beginnt das Risiko bereits viel früher. Es kann nichts schaden, wenn man bei selbst diagnostizierter Unkonzentriertheit mal seine Fähigkeiten prüfen lässt. Ein Gesundheitscheck wird schließlich auch regelmäßig durchgeführt, um Krankheiten früh zu erkennen.


Sehschärfe und Gehör prüfen lassen


Die Überprüfung der Sehschärfe sollte ab Mitte des 30. Lebensjahrs regelmäßig erfolgen. Hierbei sollte auch das Sehvermögen bei Regen, Dämmerung und des Nachts geprüft werden. Aus eigener Erfahrung empfehle ich den Sehtest alle 2 Jahre.
Es liegt auf der Hand, dass auch die Ohren mit den Lebensjahren etwas schwächer werden. Beim Auto fahren geht es um das sogenannte Richtungshören. Vielen älteren Menschen fällt es schwer, dem gehörten, eine Richtung zuzuordnen.


Aufmerksamkeit testen


Ich weiß, dass Autofahrer ab 60 dies nicht gern hören: Das Auto fahren steht für Freiheit, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Die meisten Leute haben Angst, dass man ihnen das Auto fahren verbieten wolle. Aber es ist im eigenen Interesse, wenn man sicher ist, dass die Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit in Ordnung sind. Angeboten wird dieser Test zum Beispiel durch den TÜV.

Medikamente


Nehmen Sie Medikamente? Dann sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen, inwieweit diese Ihre Fahrtauglichkeit einschränken. Vor allem wichtig ist die Prüfung bei der Einnahme verschiedener Medikamente.


Fazit:
Wer es gut mit sich und anderen meint, lässt ab dem sechzigsten Lebensjahr prüfen, ob er noch sicher ein Auto lenken kann.