Vorsicht beim Pillenkauf im Ausland

Durchfall am Urlaubsort, zu wenig Medikamente für die chronische Erkrankung von Zuhause aus mitgenommen oder einfach nur auf Schnäppchenjagd - es gibt viele Gründe, warum man sich im Ausland mit Medikamenten eindecken möchte. Das kann aber auch lebensgefährlich werden. 
In den EU-Ländern, Nordamerika, Australien oder Japan sind strenge Arzneimittelkontrollen vorgeschrieben, hier kann man also sicher sein, dass der Inhalt und die Qualität auch stimmen. Probleme könnten auftauchen, wenn Ihr Medikament im Reiseziel einen ganz anderen Namen hat. 

Günstige Reiseziele sind oftmals Entwicklungsländer und dort ist höchste Vorsicht geboten. Viele der der in Südamerika, Afrika oder Lateinamerika erhältlichen Medikamente sind gefälscht. In diesen Ländern werden die Medikamente kaum kontrolliert und wer hier Medikamente kauft, geht ein großes Risiko ein. Auch wenn die Verpackung aussieht, wie die aus Deutschland, ist das noch lange keine Garantie, dass sich hier auch die gleiche Arznei darin befindet. 

Reisende sollten sich unbedingt vor Reisebeginn informieren, welche Medikamente man besser in die Reiseapotheke tut. Gut beraten ist, wer vor dem Antritt einer Reise eine ärztliche Beratung einholt. Dafür gibt es spezielle Ärzte,  mit dem Fachzertifikat für Reisemedizin, zum Beispiel Frau Dr. Bochnia aus Dessau. (www.reisemedizin.biz). Sie finden beim Centrum für Reisemedizin (www.crm.de/) weitere Adressen von qualifizierten Ärzten und Informationen.