Arbeitgeberwechsel belastet betriebliche Altersvorsorge

Die meisten Arbeitnehmer sind sich definitiv nicht darüber im Klaren, dass vor allem häufigere Wechsel des Jobs dazu führen, dass im Rentenalter eine deutlich verringerte Rente gezahlt wird. Unter anderem sind auch die teilweise recht unflexiblen Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass bei häufigerem Stellenwechsel zum Teil deutliche Einbußen bei der Rente hingenommen werden müssen. Konkrete Lösungen gibt es bisher noch nicht, auch wenn einige Vorschläge diskutiert werden.

In schlechteren Fällen verlieren Arbeitnehmer hierzulande bis zu 25 Prozent ihrer Rente, obwohl sie sich nichts zuschulden haben kommen lassen. Ganz im Gegenteil, denn wer beruflich weiterkommen möchte, der muss in Abständen öfter den Arbeitgeber wechseln. Allerdings werden genau diese häufigeren Jobwechsel bestraft, indem die betriebliche Altersvorsorge oftmals geringer als eigentlich geplant ausfällt.

Experten bemängeln schon lange, dass ein Wechsel des Arbeitgebers insbesondere bei der Betriebsrente zu deutlichen Einbußen führen kann. Einerseits sind die Arbeitgeber zwar bezüglich der betrieblichen Rente an ihre Zusagen gebunden, jedoch trifft dies nicht zu, wenn der Arbeitnehmer vorzeitig aus dem Unternehmen ausscheidet. Nur, wer mindestens fünf Jahre beim Arbeitgeber beschäftigt war, hat anschließend einen Anspruch auf die zugesagte Betriebsrente.


Unterschiedliche Systeme bei den Arbeitgebern 


Während die gesetzliche Rente einheitlich geregelt ist, gibt es bei der Betriebsrente zum Teil größere Unterschiede zwischen den Arbeitgebern. So garantieren manche Unternehmen die Rentenhöhe, während andere Arbeitgeber die Einzahlungen an Versicherungsgesellschaften oder andere „Drittverwalter“ weiterleiten. Hier ist es dann so, dass die Höhe der Betriebsrente damit verbunden ist, wie erfolgreich die Gelder investiert wurden. Zwar schafft der Staat einerseits durch die mögliche Entgeltumwandlung Anreize zur betrieblichen Altersvorsorge. Andererseits führt die Entgeltumwandlung aber dazu, dass für den Arbeitnehmer weniger in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt wird, sodass dessen spätere Rente reduziert wird. Da die Situation zudem ohnehin so ist, dass immer mehr Rentner von den jetzigen Arbeitern und Angestellten finanziert werden müssen, wird es später zu finanziellen Einbußen kommen. Eine Lösung des Problems ist bisher noch nicht in Sicht.