Haushaltshilfen müssen versichert werden

Mehr als 20 Millionen Arbeitnehmer, die in Deutschland einer Beschäftigung nachgehen, sind über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Darüber hinaus nutzen zahlreiche Bürger die Möglichkeit, sich über eine private Unfallversicherung auch im Freizeitbereich gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls abzusichern. Was viele Menschen hierzulande allerdings nicht wissen ist, dass auf privater Basis beschäftigte Haushaltshilfen versichert werden müssen.



Tendenziell sind es immer mehr Verbraucher, die sich nicht in vollem Umfang selbst um den eigenen Haushalt kümmern möchten, sondern stattdessen eine sogenannte Reinigungs- oder Haushaltshilfe engagieren. Immer häufiger finden sich entsprechende Annoncen in Zeitungen oder auch im Internet. Oftmals werden in dem Zusammenhang Haushaltshilfen für mehrere Stunden in der Woche gesucht, die den Haushalt auf Vordermann bringen, die Wohnung reinigen, Wäsche bügeln oder andere Tätigkeiten durchführen. 
Natürlich kann es in dem Zusammenhang auch zu Unfällen kommen, was leider gar nicht so unwahrscheinlich ist. Statistisch ereignen sich die meisten Unfälle nämlich nicht am Arbeitsplatz, sondern eben im eigenen Wohnbereich.


Versicherung von Haushaltshilfen ist Pflicht


Privatpersonen, die eine Haushaltshilfe beschäftigen, müssen diese über die gesetzliche Unfallversicherung versichern. Es handelt dabei um keine freiwillige Maßnahme, sondern genau wie bei „echten“ Arbeitnehmern ist die Versicherung und Meldung bei der gesetzlichen Unfallversicherung Pflicht. Abgesehen davon empfehlen Experten ohnehin jedem privaten Arbeitgeber, eine derartige Absicherung vorzunehmen. Sollte es nämlich im Zuge der Tätigkeit der Haushaltshilfe zu einem Unfall kommen, müsste sonst der private Arbeitgeber für sämtliche Folgen und entstehenden Kosten aufkommen. Es ist also definitiv im Eigeninteresse eines jeden Verbrauchers, der eine Reinigungs- oder Haushaltshilfe beschäftigt, diese zu versichern. Die Kosten halten sich dabei in einem sehr moderaten Rahmen. Werden beispielsweise pro Woche zehn Stunden Arbeitszeit nicht überschritten, so kostet die Versicherung lediglich etwas mehr als 35 Euro pro Jahr. Darüber hinaus kann die Meldung bei der Unfallversicherung für die jeweilige Haushaltshilfe auf anonymer Basis erfolgen, was mitunter von Bedeutung sein kann.
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