Energiefonds als Geldanlage

Die Sparquote ist in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit gesunken, was aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus am Kapitalmarkt durchaus verständlich ist. Da beispielsweise auf Tagesgeldkonten kaum noch Zinssätze gezahlt werden, die die Marke von einem Prozent überschreiten, geben die Bürger ihr Geld lieber aus oder suchen nach Anlagealternativen, die mit einer besseren Rendite ausgestattet sind. Zu diesen Alternativen zählen immer häufiger auch Energiefonds, die als moderne Geldanlage gelten.


Große Auswahl bei den Investmentfonds


Wer sich bereits etwas näher mit Investmentfonds beschäftigt hat, der ist oftmals darüber informiert, dass es in diesem Bereich zwei grundsätzliche Arten von Fonds gibt, nämlich offene und geschlossene Fonds. 

1. offene Fonds 
Offene Fonds sind nahezu jedem Anleger und Sparer zugänglich und ermöglichen es, Fondsanteile auch mit geringem Kapitalaufwand zu erwerben und in aller Regel jederzeit veräußern zu können. Eine Ausnahme bilden hier lediglich die offenen Immobilienfonds, bei denen eine zeitliche Beschränkung der Anteilsrückgabe im Gespräch ist. 

2. geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds sind hingegen vor allem für etwas vermögender Anleger geeignet, da hier häufig Mindestinvestitionssumme von 10.000 oder 20.000 Euro gefordert werden. In den Bereich der geschlossenen Fonds fallen beispielsweise Flugzeugfonds, Schiffsfonds und seit einiger Zeit eben auch die sogenannten Energiefonds.



Energiefonds investieren in erneuerbare Energien


Das wesentliche Merkmal der meisten Energiefonds besteht darin, dass diese in Projekte investieren, die im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien und deren Gewinnung stehen. Typische geschlossene Fonds, die der Sparte Energiefonds zuzuordnen sind, sind beispielsweise:
  • Solarfonds
  • Windenergiefonds
  • Wasserkraftfonds
  • Bioenergiefonds

Die Geschäftstätigkeit eines Windenergiefonds besteht zum Beispiel darin, zunächst einmal von interessierten Anlegern Kapital einzusammeln, mit dem in Verbindung mit einer häufig genutzten Fremdfinanzierung ein Windpark errichtet und anschließend betrieben werden kann. Die Einnahmen generiert der Fonds dann kontinuierlich durch die Vergütung, die für den Strom gezahlt wird, der mittels der Windenergie erzeugt worden ist. Im optimalen Fall sind die Einnahmen natürlich höher als die Aufwendungen, die neben den Baukosten und den Betriebskosten natürlich auch in den Finanzierungskosten bestehen, da meistens ein größerer Teil des benötigten Kapitals über einen Bankkredit finanziert wird.


Darauf sollten Anleger achten


Energiefonds bieten in vielen Fällen eine höhere Rendite, als Anleger derzeit beispielsweise auf verzinslichen Anlagekonten erzielen können. Allerdings beinhaltet das Investment durchaus einige Risiken und Nachteile, die Kunden ebenfalls kennen sollten. Ein Nachteil besteht darin, dass das Kapital in geschlossenen Fonds oftmals sehr langfristig gebunden ist und eine vorzeitige Verfügung entweder gar nicht oder nur mit sehr großem Aufwand möglich ist, zum Beispiel durch den Verkauf der Anteile über den Zweitmarkt. Darüber hinaus besteht natürlich jederzeit das Risiko, dass die Fondsgesellschaft insolvent werden könnte. Eine Risikostreuung, wie es beispielsweise bei offenen Fonds der Fall ist, ist nämlich bei geschlossenen Fonds wie den Energiefonds gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang vorhanden. Grundsätzlich muss der Anleger also wissen, dass es ein Totalverlustrisiko gibt. 

Letztendlich muss jeder Anleger selbst entscheiden, ob für ihn ein Investment in Energiefonds infrage kommt. Meistens ist die Einstellung zu Rendite und Sicherheit ausschlaggebend. Ist dem Anleger ein guter Ertrag wichtiger als eine hohe Sicherheit, so kommt dieses Investment häufig infrage.