Crowd-Investing zur Immobilienfinanzierung nutzen

Auf der einen Seite bewegen sich die Bauzinsen zwar seit Jahren auf einem geringen Niveau, andererseits sind die Immobilienpreise - insbesondere in den Großstädten - erheblich angestiegen. Dies führt dazu, dass Normalverdiener häufig nicht nur ihr gesamtes Eigenkapital aufwenden, sondern sich dazu darüber hinaus hoch verschulden müssen, um eine zu Immobilie finanzieren. Allerdings ist es insbesondere aufgrund der hohen Immobilienpreise dennoch bisher vielen Verbrauchern verwehrt geblieben, sich den Wunsch nach Wohneigentum zu erfüllen. 
Vom gegenteiligen Blickwinkel aus betrachtet sind grundsätzlich viele Anleger an einem Investment in Immobilien interessiert. Dies scheitert allerdings häufig aufgrund der Tatsache, dass ein Immobilieninvestment selten mit kleinen Investitionssummen möglich ist. Für beide Parteien gibt es jedoch eine Lösung, nämlich das sogenannte Crowd-Investing bei Immobilien.


Junge Unternehmen als Vorreiter


Den zuvor beschriebenen Missstand haben mittlerweile einige Startup-Unternehmen erkannt, sodass sie sich im Bereich Crowd-Investing für Immobilien engagieren. Hier besteht die vorhandene Aufgabe darin, das Kapital von vielen kleinen Anlegern mit dem Kreditbedarf von Kunden zusammenzubringen, die beispielsweise eine Immobilie erwerben möchten. Bisher kommt Crowd-Investing als besondere Form des Crowdfunding zwar häufig bei kleineren privaten Projekten, wie zum Beispiel der Finanzierung eines neuen Autos, zum Tragen. Grundsätzlich spricht allerdings nichts dagegen, dass auch größere Projekte, wie zum Beispiel der Kauf einer Immobilie, über diesen Weg finanziert werden.


Immobilienfinanzierung einmal ganz anders


Das Crowd-Investing stellt im Immobilienbereich sicherlich eine Art kleine Revolution dar. Insbesondere Immobilienfinanzierungen wurden in der Vergangenheit bisher nämlich fast ausschließlich von den Banken vorgenommen. Jetzt aber könnte Crowd-Investing auch in diesem Segment eine immer größere Bedeutung gewinnen, sodass Kreditsuchende diesen Weg als Alternative vermehrt in Betracht ziehen sollten. Besonders geeignet ist Crowd-Investing sicherlich für Verbraucher, die aufgrund des hohen Kapitalbedarfs von einer Bank keinen Immobilienkredit bekommen. Da es beim Crowd-Investing jedoch viele „kleine“ Kapitalgeber gibt, verteilt sich das Risiko auf zahlreiche Schultern. Dies wiederum führt oft dazu, dass Finanzierungen zustande kommen, die es mit einer Bank als Kreditgeberin nicht gegeben hätte.