Drohnenflug – Haftpflichtversicherung muss sein

Flüge mit Drohnen und Quadrokoptern werden als Hobby immer beliebter. Mittlerweile gibt es auch für Anfänger und Nutzer mit nur geringer Flugerfahrungen professionelle Drohnen, die selbstständig fliegen und nur noch gesteuert werden müssen. 
In jedem Fall ist für den Einsatz von fliegendem Gerät aber eine Haftplichtversicherung vorgeschrieben um eventuelle Schäden durch abstürzende Drohnen (im schlimmsten Fall Personenschäden) abzudecken. Eine Drohne samt Kamera wiegt je nach Modell teilweise über 1 Kilo, wenn diese aus mehreren Metern abstürzen sind, Schäden vorprogrammiert.

Noch problematischer wird es, wenn beim Fliegen über Straßen andere Verkehrsteilnehmern in Mitleidenschaft gezogen werden und Folgeschäden entstehen. Dann kann die Summe des Schadens deutlich nach oben gehen und im Bereich von mehreren 1000 Euro landen. Ohne Haftlichtversicherung wären solche Unfälle zusätzlich ein finanzielles Problem. 


Versicherungen für den privaten Hobbybereich


Im privaten Hobbybereich werden Drohnenflüge in vielen Fällen bereits von der privaten Haftpflichtversicherung mit abgedeckt. Allerdings ist die Definition von privaten Drohnen teilweise sehr unterschiedlich. Einige Versicherungen gegen bei größeren Drohnen bereits nicht mehr von einem Hobby aus, andere sehen Drohnen mit Kamera oder bestimmen Leistungsdaten (Flughöhen etc.) nicht mehr als Hobby an. (Siehe auch www.test.de.)

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich vor einem Flug zu informieren, welche Regeln bei der eigenen Haftpflichtversicherung gelten, um sicherzustellen, dass der Versicherungsschutz auch gilt.
Wer sich eigenständig versichern möchte, kann dies am einfachsten über eine Mitgliedschaft in der DMO (Deutsche Modell¬sport¬organisation) oder dem DMFV (Deutscher Modell¬flieger¬verband) tun. Dort kostet eine separate Haftpflichtversicherung etwa 40 Euro im Jahr.


Haftplichtversicherungen für den gewerblichen Drohneneinsatz


Sobald das Fliegen mit der Drohne den Hobbybereich verlässt, ist eine separate Haftpflichtversicherung unerlässlich. In allen Bundesländern benötigt man für das gewerbliche Fliegen (beispielsweise für Foto- und Videoaufnahmen aus der Luft) eine sogenannte Aufstiegsgenehmigung, die in der Regel nur erteilt wird, wenn ein Versicherungsschutz nachgewiesen werden kann. Zuständig für diese Genehmigungen sind die Landesverwaltungsämter und diese prüfen vor der Genehmigung, auch ob ausreichender Versicherungsschutz vorliegt.

Die Kosten für eine gewerbliche Haftpflichtversicherung für Kopter und Drohnen liegen dabei höher als bei vergleichbaren Policen aus dem privaten Bereich. Je nach Drohnen und maximaler Schadenssumme können die Jahresbeiträge dabei im Bereich von mehr 200 Euro liegen. Die kleinste Variante mit einer Deckungssumme von 1 Million Euro kostet etwa 150 Euro. 
Angebote für diese Art der Versicherung gibt es dabei bei fast allen großen Versicherungsunternehmen, wobei man in der Regel nachfragen muss, da die Policen oft nicht direkt beworben werden. Daneben gibt es auch kleinere Unternehmen, die sich direkt auf diese Art der Versicherungen spezialisiert haben. Für welche Art man sich entscheidet, ist dabei freigestellt.