Gesetzliche Krankenkasse - Sie haben die Wahl

Alle gesetzlichen Krankenkassen haben eine im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) festgelegte Aufgabe: Ihre Versicherten sollen gesund bleiben sowie im Krankheitsfall ihre Gesundheit mindestens verbessern, wenn nicht sogar wiederherstellen können. Dieser damit verbundene Leistungskatalog wird daher auch als Pflichtleistungen bezeichnet. Die Pflichtleistungen decken etwa 95 % der gesamten Leistungen einer gesetzlichen Krankenversicherung ab.



Überlegen Sie genau, wie Ihr Versicherungsschutz aussehen soll


Zahlreiche gesetzliche Krankenversicherungen haben ihr Leistungsspektrum jedoch um Zusatzleistungen erweitert. Hierzu gehören z. B. die professionelle Zahnreinigung oder alternative Heilverfahren. Diese Zusatzleistungen werden üblicherweise ohne weitere Zusatzkosten angeboten.

Ein weiterer Trend liegt darin, den Versicherten verschiedene  Boni  anzubieten, wenn sie sich gesundheitsfördernd verhalten. So werden beispielsweise häufig die halbjährlichen Besuche beim Zahnarzt zur Zahnkontrolle oder die Teilnahme an Fitnesskursen mit Beitragsrückzahlungen belohnt.

Auch Wahltarife, die Versicherte freiwillig in Anspruch nehmen können, können attraktiv sein. Ist z. B. der Versicherte damit einverstanden, dass er eine fest vereinbarte Höhe der Krankenkosten in jedem Kalenderjahr selbst übernimmt, erlässt ihm die Krankenversicherung als Gegenleistung einen Teil der Beiträge. 

Leistungen, die zum Spektrum von privaten Krankenversicherungen gehören, werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt. Darum muss z. B. für die Chefarztbehandlung oder das Einzelzimmer im Krankenhaus eine private Zusatzversicherung abgeschlossen werden.


Zusatzbeiträge machen den Vergleich oft unübersichtlich


Seit Januar 2015 gilt ein Beitragssatz von 14,6 % des Bruttoeinkommens, der hälftig vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgebracht wird. Die gesetzlichen Krankenkassen können darüber hinaus jedoch Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern erheben, wenn sie mit den aus dem Gesundheitsfond zugewiesenen Mitteln nicht in der Lage sind, die Versorgung ihrer Mitglieder sicherzustellen. Dieser Zusatzbeitrag wird jedoch ausschließlich durch die Kassenmitglieder bezahlt, Bezieher von Arbeitslosengeld I und II sind hiervon allerdings ausgenommen. Deshalb sollte dieses Kriterium unbedingt in die Suche nach der für Sie besten gesetzlichen Krankenkasse einfließen. Nach einer Bekanntmachung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz aus dem Oktober 2010 (www.bundesanzeiger.de) erheben die gesetzlichen Krankenkassen im Durchschnitt einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 % des Bruttoeinkommens. 
Marktbeobachtungen haben außerdem ergeben, dass einzelne gesetzliche Krankenversicherer bis zu 1,3 % mehr von ihren Mitgliedern verlangen. Sofern Mitglieder von einer Beitragserhöhung betroffen sind, können sie ein außerordentliches Kündigungsrecht in Anspruch nehmen und zu einer günstigeren Krankenkasse wechseln.
Eine Übersicht über alle gesetzlichen Krankenkassen und deren Beiträge finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/ 


Finanzielle Vorteile oder bessere Leistungen?


Letztendlich geht es bei der Wahl der gesetzlichen Krankenkasse immer darum, die persönlichen Prioritäten in die Entscheidung einfließen zu lassen. Die Tatsache, dass es immer wieder Krankenversicherer gibt, die nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr einen Teil der Beiträge an ihre Mitglieder ausschütten, sollte allenfalls als Nebenaspekt in die eigenen Überlegungen einfließen: Beitragsrückerstattungen dieser Art sind seitens des Versicherers freiwillig und für die Versicherten nicht planbar. Daher können sie nicht seriös in die Gesamtkalkulation einbezogen werden.


Wechsel der Krankenkasse

Ein kostenloser Kassenvergleich ist unter www.kv360.de oder auch direkt hier möglich. Auf der Website finden Sie allerdings noch weitere Informationen zum Kassenwechsel.