Beste Geldanlage 2015: Aktien mit großem Vorsprung


Das Jahr 2015 war für viele Anleger und Sparer im negativen Sinne dadurch geprägt, dass die Zinsen für sichere Anlageformen weiterhin im Keller lagen. So gab es beispielsweise auf Tages- und Festgeldkonten kaum noch eine Rendite, die sich oberhalb der Marke von einem Prozent bewegte. Allerdings existierten auch im vergangenen Jahr durchaus diverse Anlageformen, die ihren Kunden einen sehr guten Ertrag bescherten. Eindeutiger Sieger im Vergleich war nicht zum ersten Mal die Aktie, denn Anleger konnten im Durchschnitt mit einer Rendite von über fünf Prozent rechnen.




Viele Renditen sind 2015 im Keller gewesen


Zu den Geldanlagen, die zwar einerseits sehr sicher, andererseits aber vom Ertrag her auch die Verlierer 2015 sind, gehören Tagesgelder und Festgelder. Relativ selten konnten Kunden einen Ertrag von über einem Prozent erzielen. 
Aber auch die Lebensversicherungen mussten von der Rendite her im vergangenen Jahr deutliche Einbußen verzeichnen. Zum Teil sank der Ertrag im Schnitt unter die Marke von drei Prozent. Ganz ähnlich erging es Untersuchungen des Bundesverbands der deutschen Banken e.V. zufolge auch noch einigen anderen Geldanlagen. Dazu gehörte unter anderem auch das Investment in Gold. Dort konnten Anleger lediglich ein Prozent an Rendite erzielen, falls sie Anfang 2015 ihr Geld beispielsweise in Goldmünzen oder Barren investiert hatten.


Aktien sind der klarer Vergleichssieger


Das Ergebnis des Bundesverbands der deutschen Banken ist bezüglich der besten Geldanlagen im Jahre 2015 eindeutig. Den größten Zuwachs konnten im Durchschnitt betrachtet deutsche Aktien erzielen. 
Wer beispielsweise Anfang des vergangenen Jahres 10.000 Euro in DAX-Werte investierte, der konnte beim Verkauf am ersten Handelstag dieses Jahres einen Gewinn von über 500 Euro verbuchen. Dabei ist sogar der deutliche Kursverfall zum Beginn des Jahres mit berücksichtigt. 
Auf der anderen Seite gab es allerdings im etwas längerfristigen Vergleich gerade bei den Aktien zum Teil erhebliche Schwankungen. Zwar sind Aktien im vergangenen Jahr eindeutig die beste und rentabelste Geldanlage gewesen, jedoch war die Rendite beispielsweise in den Jahren 2012 und 2013 mit durchschnittlich über zwölf Prozent mehr als doppelt so hoch. Dies trifft allerdings auch auf manch andere Anlageformen zu, wie zum Beispiel auf das Gold, welches im Jahr 2014 eine Rendite von rund acht Prozent brachte.


Umfrage der GfK zeigt Zufriedenheit der Anleger


Trotz der insbesondere im Bereich der sicheren Geldanlagen extrem niedrigen Zinsen im vergangenen Jahr zeigen sich zahlreiche Anleger mit dem erzielten Ergebnis zufrieden. 
Zu diesem Resultat kommt eine Umfrage der GfK Nürnberg, die im Auftrag des Bankenverbandes durchgeführt wurde. Befragt wurden etwas mehr als 1.000 Bundesbürger im Alter von mindestens 18 Jahren. 
Ein Ergebnis der Umfrage bestand darin, dass über 50 Prozent dieser befragten Anleger zufrieden mit der Wertentwicklung ihres Investments waren. Darüber hinaus bestätigte sich jedoch ebenfalls das typische Anlageverhalten der meisten Bundesbürger. Dieses besteht nach wie vor darin, dass sich zahlreiche Personen vor allem für konservative Anlageprodukte mit einem geringen Risiko entscheiden. Die Liste führen dabei das klassische Sparbuch mit mehr als 30 Prozent sowie das Tagesgeld mit fast 25 Prozent an.