Die Fahrradversicherung

Fahrrad fahren wird bei vielen Menschen immer beliebter. Leider steigen parallel dazu auch die Fahrraddiebstähle in Deutschland. Da der Drahtesel relativ leicht zu klauen ist, gibt es inzwischen viele organisierte Diebesbanden, die es ausschließlich auf Fahrräder abgesehen haben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Fahrrad vor Diebstahl zu schützen. Ein hochwertiges Schloss und Codierungen im Rahmen sind zwei interessante Möglichkeiten.
Ein hundertprozentiger Schutz besteht jedoch nur, wenn man im Besitz einer Fahrradversicherung ist. Man bekommt dann zwar nicht wieder das Rad zurück, jedoch erhält man zumindest den Wert bzw. den bezahlten Kaufpreis zurück erstattet. 

Für den Abschluss einer Fahrradversicherung gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Optionen: 
  1. Im Rahmen der Hausratversicherung.
  2. Durch eine spezielle Fahrradversicherung.


Die Fahrradversicherung im Rahmen der Hausratversicherung


Wer bereits im Besitz einer ganz normalen Hausratversicherung ist, braucht sich nicht zwingend um zusätzlichen Fahrradschutz zu kümmern. Die Hausratversicherung beinhaltet schon einen gewissen Schutz.
Wer sein Fahrrad nie unbeobachtet lässt und nach der Benutzung wieder mit in die Wohnung nimmt oder im abschließbaren Keller deponiert, muss sich keine Sorgen machen. Dort ist das Fahrrad, genau wie alle anderen Haushaltsgegenstände gegen Schäden, die sich durch einen Einbruchdiebstahl oder Feuer ergeben, versichert. 
Wird das Fahrrad außerhalb der eigenen vier Wände gestohlen, greift die normale Hausratversicherung in der Regel nicht mehr. Dafür muss die Versicherung um Diebstahlschutz für das Fahrrad erweitert werden. 


Hausratversicherung um Fahrraddiebstahlschutz erweitern


Bei vielen Hausratversicherungen kann der Fahrraddiebstahlschutz als Zusatzoption gebucht werden. In diesem Fall ist das Fahrrad auch bei einem Diebstahl versichert, der nicht in der eigenen Wohnung oder im hauseigenen Keller stattgefunden hat. 
Im Rahmen der Hausrat ist das Fahrrad immer anteilig zur gesamten Versicherungssumme abgesichert. Das heißt genau: Ist eine Versicherungssumme in Höhe von 50.000 Euro festgelegt und das Fahrrad mit anteilig einem Prozent versichert, beträgt der Versicherungsschutz bei einem Diebstahl 500 Euro. 
Wer also bereits im Besitz einer Hausratversicherung ist, kann beim Anbieter nachfragen, ob die Erweiterung um Fahrraddiebstahlschutz möglich ist. Ansonsten gibt es viele Versicherungen, die eine Hausrat im Angebot haben. Weitere Informationen sowie ein Vergleichsrechner sind zum Beispiel auf der Website fahrradversicherung-vergleich.org hinterlegt,

Wichtig:
Beim Fahrraddiebstahlschutz im Rahmen der Hausrat greift bei einigen Anbietern die sogenannte Nachtzeitklausel. Diese besagt, dass der Versicherungsschutz nur in der Zeit von 06:00 bis 22:00 Uhr vorhanden ist. Wird das Fahrrad also außerhalb dieser Zeit gestohlen, zahlt die Versicherung nichts. 


Die spezielle Fahrradversicherung

Die Hausratversicherungen bieten den Diebstahlschutz für das Fahrrad in der Regel nur bis maximal fünf Prozent der Gesamtversicherungssumme an. Meistens sind es nur ein bis drei Prozent. Daher ist es bei sehr teuren Fahrrädern ratsam, nicht auf die Hausrat zurückzugreifen, sondern eine spezielle Versicherung für das Fahrrad abzuschließen. 

Des Weiteren bietet die spezielle Versicherung oftmals umfangreichere Leistungen an. Das können unter anderem sein:
  • Versicherungsschutz bei Teilediebstahl.
  • Versicherungsschutz bei Raub oder Vandalismus.
  • Versicherung von Sturz – und Unfallschäden.
  • Übernahme von Reparaturkosten

Ein weiterer Vorteil ist die höhere Flexibilität bei der Versicherungssumme. Auch die in der Hausratversicherung oftmals enthaltene Nachtzeitklausel ist bei der speziellen Fahrradversicherung nicht enthalten. Als Nachteil können die etwas höheren Kosten angesehen werden. 


Welche Option ist die bessere?

Ob nun die Absicherung über die Hausratversicherung oder die spezielle Fahrradversicherung besser oder schlechter ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Tendenziell kann man sagen, das bei günstigen Rädern, die Hausrat die bessere Option ist und bei sehr teuren Modellen die spezielle Versicherung mehr Vorteile mit sich bringt. 
Wichtig ist es, sich vorher genau zu überlegen und abzuwägen, was wichtig ist und welche Leistungen unbedingt enthalten sein sollen. In jedem Fall lohnt es sich, wie bei jeder anderen Versicherung auch, vorher die einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen.


Gehört die Fahrradversicherung zu den wichtigen Versicherungen?

Niemand sollte voreilig einen Versicherungsschutz für sein Fahrrad abschließen. In der heutigen Zeit haben viele Menschen Angst, das kürzlich angeschaffte Fahrrad durch einen Diebstahl zu verlieren. Natürlich ist so etwas immer ärgerlich, jedoch handelt es sich dabei nur um einen finanziellen Verlust. Die Existenz ist dabei allerdings nicht weiter gefährdet. 
Aus diesem Grund gehört die Fahrradversicherung nicht zu den Versicherungen, die man unbedingt abschließen muss. Wenn man allerdings sehr häufig mit dem Rad unterwegs ist und dies auch des Öfteren an öffentlichen Plätzen abgestellt werden muss, kann eine Versicherung durchaus nützlich sein. Damit trägt man nicht ständig die Angst in sich, dass der Drahtesel gestohlen werden könnte.