Was beim Grillen beachtet werden sollte


Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint länger und stärker, da werden überall die Grills angeworfen. Um das Leidwesen des Nachbarn zu verringern, der sich über allerlei Gerüche, Qualm und Partylärm brüskiert, gibt es einige Spielregeln, an die man sich aus nachbarschaftlicher Nächstenliebe halten sollte.



Beachtenswertes beim Grillen


Im Eigenheim darf man im Garten überall grillen, sofern sich die Bewohner in der Umgebung nicht beschweren. In Mietsverhältnissen sieht die Hausordnung vor, ob, wann und wo der Grill in Betrieb genommen werden darf. Laut Immissionsschutzgesetz darf der beim Grillen entstehende Rauch für die Anwohner nicht als Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität empfunden werden. Es gibt kein „Grillrecht“. Sofern es der Mietvertrag und die Hausordnung erlauben, darf mit adäquater Rücksichtnahme gegrillt werden. Die Kommunikation zwischen Nachbarn hat in Bezug auf das vergnügliche Grillen echte Wunder bewirkt. 

Grillen auf dem Balkon


Die aktuelle Rechtslage zum Thema „Grillen auf dem Balkon“ ist klar strukturiert. Sofern die Hausordnung und der Mietvertrag das Grillen nicht untersagen, steht dem Grillspaß nichts im Weg. Da Balkone oftmals nahe beieinanderliegen, ist das Gebot der Stunde, die Qualmentwicklung so gut es geht, zu verringern und die Feierlaune bei fortgeschrittener Stunde ein wenig zu dämpfen. Grillen auf dem Balkon muss nicht einer Schreiorgie gleichkommen. Ein wenig Mitgefühl für die anderen Hausbewohner zu zeigen, schadet nicht. Das Grillen per se ist letztendlich ja auch nichts anderes als eine Zubereitungsform von Essen. 

Im Garten grillen


Wo immer Feuer gemacht wird, gilt es, eine Regel zu beachten: Die lieben Nachbarn dürfen und sollen nicht von Rauch, Lärm und Geruch belästigt werden. Es gibt Gesetze, die besagen, dass die Grillstelle 25 Meter vom Haus entfernt sein muss, oftmals dürfen Grillplätze nur am äußersten Rand des Gartens platziert werden. Die Sicherheitsvorkehrungen müssen eingehalten werden, damit die Funken der Feuerstelle nicht anderswo für ein Flammeninferno sorgen. Es ist ratsam, die Nachbarn vor einer ausgelassenen Grillparty zu informieren. 

Grillzeiten gibt es nicht


Jeder Zeitpunkt ist der richtige Augenblick, um leckeres Fleisch und frisches Gemüse auf den Grill zu werfen. Die Nachtruhe gilt im Allgemeinen von 22 Uhr bis 6 Uhr in der Früh. In dieser Zeitspanne sollte man beim Grillfest den Geräusch- und Lärmpegel auf das Minimum reduzieren. Sind keine missgünstigen oder intoleranten Nachbarn in Sicht, spielt die Grillzeit absolut keine Rolle. Gesetzlich festgehaltene Grillzeiten gibt es nicht.

Öffentliche Sommergrillpartys


Beim Grillen im städtischen Park oder an einem Bade- oder Baggersee ist es von Vorteil, sich genau über die Rechtlage im Land zu informieren. Die zuständigen Gemeinden legen die Bestimmungen fest, an die sich jeder Bürger zu halten hat, ansonsten sind bitterböse Strafen fällig. Das Grillequipment darf an explizit gekennzeichneten Plätzen problemlos aufgestellt werden. Die Sicherheitsmaßnahmen sind an jenen ausgewiesenen Standorten gewährt. In Parks, entlang größerer Flüsse oder Bäche sowie auf kontrollierten Rasenanlagen ist das Grillen dann auch vom Gesetz her erlaubt.


Holzkohle- oder Elektrogrill?


Aus der Perspektive des lieben Nachbarn ist der Elektrogrill aus zwei Gründen vorteilhaft: Die potenzielle Feuergefahr und die störende Rauchentwicklung sind wesentlich geringer. Der Griff zum Elektrogrill ist ratsam, da in vielen Mietshäusern die Verwendung des Holzkohlegrills kategorisch verboten ist. Ansonsten ist der Blick in ein durch Holzkohle gemachtes Feuer viel romantischer und stimmungsbelebender.