Finanznews Juli 2016

Der Monat Juli 2016 wurde durch die möglichen Folgen der Brexit Entscheidung auf die Finanzmärkte dominiert. Die gute Nachricht: Der DAX fängt sich nach Brexit Entscheidung im Juli überraschend schnell – Kurse steigen!  Erstaunlich schnell gelang es, den ersten Absturz im Leitindex DAX auszugleichen und kurz darauf sogar deutlich über der Marke von 10.000 Punkten zu notieren. Nach Bekanntgabe des Brexits stürzte der DAX zunächst um fast 10%, erholte sich jedoch in den darauffolgenden Tagen bereits kräftig. Während die Kurse der Aktien in Deutschland anzogen, sieht es in Großbritannien aus Sicht vieler Unternehmen weitaus kritischer aus, denn für sie ist noch vollkommen unklar, mit welchen Auswirkungen sie sich künftig beschäftigen müssen.


Quartalszahlen sorgen für Kurswechsel im DAX


Einige Unternehmen haben zum Ende des Monats Juli 2016 ihre Quartalszahlen vorlegt und damit auch einen Blick auf die kommenden Quartale gewagt. Das Unternehmen Volkswagen profitiert derzeit von positiven Nachrichten aus den USA. Scheinbar werden die Reparaturversuche des Konzerns angenommen und gleichzeitig konnte der Absatz im ersten Halbjahr 2016 gesteigert werden. Nicht nur bei VW werden positive Zahlen gemeldet, auch Peugeot Citroen sowie der deutsche Autobauer Daimler haben bereits verkündet, dass der Absatz gestiegen ist.


Autobauer Daimler führt positive Entwicklung fort


Bei Daimler dürften sich die Aktionäre besonders freuen, denn noch zu Beginn des Jahres wurde verkündet, dass es schwierig sein dürfte, das herausragende Ergebnis des vergangenen Jahres zu toppen – derzeit scheint das Unternehmen aber auf dem besten Wege dazu zu sein. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde in 2016 eine Rekorddividende in Höhe von 3,25 Euro je Aktie ausgezahlt. Derzeit notiert die Aktie bei etwa 60 Euro, was einer Rendite in Höhe von 5,4% entspräche. Kurz nach der Brexit Entscheidung konnte die Aktie im Übrigen für etwa 53 Euro gekauft werden.


Adidas profiziert von zahlreichen Sportereignissen im Jahr


Die Adidas Aktie notiert aktuell bei rund 140 Euro und ist damit absolut auf Rekordkurs. Das Papier legte seit Jahresbeginn deutlich zu, denn damals notierte die Aktie noch bei 80 bis 90 Euro. Die Fußball EM 2016 in Frankreich, die olympischen Spiele in Rio und weitere Veranstaltungen sorgen in den Köpfen vieler Aktionäre für eine große Nachfrage nach Adidas Aktien. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen für 2016 entwickeln und wie die Prognose für 2017 ausfällt.


Bei der deutschen Lufthansa sieht es nicht mehr ganz so rosig aus


Der Konzern ließ im Juli 2016 vermelden, dass der Gewinn offenbar geringer als erwartet ausfällt. Unter dem Strich seien es vor allem größere Terrorängste, die dazu beitragen, dass sich weniger Menschen ins Flugzeug trauen und somit die deutsche Lufthansa Aktie leicht an Boden verliert. Derzeit notiert die Aktie noch über der wichtigen Marke von 10 Euro.

Unter dem Strich ist die Börse derzeit sehr positiv gestimmt. Der DAX notiert über 10.000 Punkten und scheint diese Marke erst einmal nachhaltig zu verteidigen. Dennoch sollten sich Aktionäre überlegen, ab wann sie ihre Gewinne realisieren wollen.


Tagesgeldzinsen: wo Anleger noch Rendite bekommen


Bei zahlreichen Aktien läuft es derzeit deutlich besser, als in den ersten Monaten des Jahres. Wer auf klassische Anlageformen wie das Tagesgeld setzt, muss jedoch als Bestandskunde mit niedrigen Renditen leben.

Opel Bank bietet 0,60% Zinsen
Bestandskunden erhalten bei der Opel Bank derzeit 0,60% Zinsen p.a. und eine anteilige Auszahlung der Zinsen im Monat. Die Einlagensicherung beläuft sich auf 100.000 Euro je Kunde. 

PSA Direktbank zahlt 0,70% Zinsen
Bei der PSA Direktbank gibt es aktuell 0,70% Zinsen p.a. und auch hier werden diese anteilig einmal im Monat dem Konto gutgeschrieben. 

Renault Direkt Bank unterscheidet zwischen Bestandskunden und Neukunden
Bestandskunden erhalten  0,70% Zinsen p.a. 
Neukunden hingegen erhalten in den ersten 3 Monaten nach der Kontoeröffnung 0,90% Zinsen p.a. gutgeschrieben.



Nur Neukundenangebote bringen noch 1% Zinsen p.a. auf Tagesgeldkonten


Interessant ist das Angebot der Consorsbank:
Für gleich 12 Monate wird ein Zinssatz in Höhe von 1% p.a. angeboten, jedoch lediglich bis zu einer Summe in Höhe von 20.000 Euro je Person. 

1% Zinsen auf Tagesgeld bei der ING-DiBA  für 4 Monate
Die ING-DiBa zahlt 1% Zinsen p.a.  bis zu einer maximalen Summe von 100.00 Euro, jedoch nur für 4 Monate

1.10 % Zinsen für Tagesgeld gibt es bei VW-Bank für 4 Monate
Eine absolute Ausnahme stellt das Angebot der VW Bank dar, bei welchem Neukunden 1,10% Zinsen p.a. erhalten und das für eine Laufzeit von 4 Monaten und bis zu einer maximalen Anlagesumme in Höhe von 100.000 Euro. 


Tipp
Wer sich für Neukundenangebote beim Tagesgeldkonto entscheidet sollte sich immer merken, wie lange der beworbene Zinssatz gutgeschrieben wird. In vielen Fällen liegt der darauf folgende Standardzins deutlich unter den Zinssätzen, die andere Tagesgeldkonten ihren Kunden bieten, so dass es sich meist nicht lohnt, das Geld länger auf dem Tagesgeldkonto liegen zu lassen, als es gut verzinst wird.

Zusammenfassend ist zu erwähnen, dass weder Tagesgeld noch Aktien allein derzeit eine zufriedenstellende Lösung aus Sicht vieler Anleger darstellen. Die gelungene Mischung beider Anlageformen wäre ein gutes Szenario. Anzumerken ist, dass Aktien Rendite in Kombination mit Risiko versprechen, bei Tagesgeldkonten alles außer schnellem Wachstum möglich ist.