Schäden an der Windschutzscheibe sollten sehr ernst genommen werden

Rollsplit auf den Straßen oder herabfallendes Eis von einem Lkw: Im vergangenen Winter haben die Frontscheiben vieler Autos sichtbare Beschädigungen abbekommen. Rechtzeitig zum Frühjahr und am besten noch vor dem Aufbruch zu einer ersten Frühlingsreise lohnt es sich daher, die Windschutzscheibe genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn auch kleine Macken können sich zu einem großen Problem auswachsen, wenn das Glas etwa durch Wärme unter Spannung gerät oder Erschütterungen dazu führen, dass ein Glasschaden sich vergrößert. Während der Fahrt kann ein solcher Schaden zur ernsthaften Gefahr für Fahrer und Mitfahrer werden, wenn plötzlich die Sicht nach vorn eingeschränkt wird. 


Glasschäden: Kein Verlust der Schadenfreiheitsklasse


Bei Glasschäden im Sichtbereich des Fahrers führt kein Weg an einem Austausch der Frontscheibe vorbei. Doch immerhin greift in solchen Fällen die Teilkasko-Versicherung, der Fahrzeugbesitzer muss also lediglich die vereinbarte Selbstbeteiligung bezahlen. Der Autofahrer wird nicht in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse eingestuft, er muss also auch nicht mit späteren Folgekosten rechnen. Ist eine Reparatur möglich, die in der Regel wesentlich günstiger ist als ein Austausch, dann fordern etliche Versicherer auch nicht die Selbstbeteiligung ein.


Glastausch ist oftmals nicht erforderlich 


In rund 30 Prozent der Fälle ist ein Austausch der Scheibe nicht erforderlich, berichtet das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe. Der Schaden sei dann relativ einfach zu reparieren. Manche Kaskoversicherer tragen die Kosten sogar komplett ohne die vereinbarte Selbstbeteiligung, da die Reparatur für die Versicherung unterm Strich günstiger ist als der Scheibentausch mit Selbstbeteiligung. Die Voraussetzungen für eine Reparatur sind, dass der Schaden nicht bis unter den Dichtgummi rund um die Scheibe reicht, dass er nicht größer als fünf Millimeter ist und dass sich keine strahlenförmigen Risse rund um die Schadensstelle zeigen. Sinnvoll ist dabei, den Schaden auf jeden Fall in einem Kfz-Meisterbetrieb unter die Lupe nehmen zu lassen. Die Fachhandwerker können beurteilen, welche Schäden reparabel sind und wo ein Austausch der Scheibe unbedingt erforderlich ist. Adressen und weitere Informationen gibt es unter www.kfz-meister-finden.de. 



Nach der Reparatur ist der Schaden kaum mehr sichtbar 


Für die Glasreparatur werden spezielle Füllharze verwendet. Sie dringen durch Einpressen tief in die Schadenstelle ein und verschließen auch feinste Risse, die mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbar sind. Das ausgehärtete Glas ist ähnlich hart und widerstandsfähig wie das Glas und verhindert, dass sich Risse erweitern können. An der Glasoberfläche wird das Harz so auspoliert, dass von dem ursprünglichen Schaden fast nichts mehr erkennbar ist.



Foto: djd/Kfzgewerbe